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Konsummotive

Den ersten Joint rauchen viele aus Neugier. Sie möchten wissen, wie Kiffen wirkt. 

 

 

 

Viele lassen es nach dem Ausprobieren dann auch wieder sein: Weil sie die Wirkung nicht mögen, weil ihnen schlecht geworden ist oder weil sie der Droge gegenüber Bedenken haben.

Angenehme Wirkung Diejenigen, die regelmäßig kiffen, begründen ihren Konsum oft mit der Wirkung, die sie beim Cannabisrausch als angenehm, entspannend und anregend erleben.

"Andere tun es auch" Der trügerische Eindruck, dass «alle anderen» es auch tun, kann ebenfalls Neugier wecken und zum Kiffen verleiten.

Gruppenerlebnisse Andere rauchen Joints wegen der Anerkennung und des Gruppen- und Gemeinschaftserlebnisses. Sie fühlen sich durch das gemeinsame Kiffen mit den anderen stärker verbunden. Ob jemand in einer Gruppe akzeptiert ist, hängt aber nicht vom Kiffen ab; eine Befragung zeigte, dass Jugendliche sehr offen gegenüber Nichtkiffenden sind.

Langeweile Einige Jugendliche kiffen, um ihre Freizeit zu gestalten. Wenn Kiffen eine Freizeitbeschäftigung ist, die zur Gewohnheit wird und die «leere» freie Zeiten mit Konsum «füllt», ist das sehr problematisch. Denn dann ist die Gefahr besonders groß, abhängig zu werden.

Probleme, Konflikte, Stress Auch risikoreich ist es, wenn jemand kifft, um Stresssituationen, Konflikte und Probleme ein wenig in den Hintergrund zu drängen. Damit sind aber noch keine Probleme gelöst, eher im Gegenteil. Die Konfrontation mit der schwierigen Situation wird bloß aufgeschoben. Gleichzeitig kommen durch den Konsum neue Schwierigkeiten dazu, wie beispielsweise Probleme in der Schule oder mit den Eltern, Leistungsschwächen und Vereinsamung. Das kann zu einem regelrechten Teufelskreis führen. Die Gefahr, vom Kiffen abhängig zu werden, ist dann besonders groß.

Rennen gegen die Zeit Je mehr Dinge man in kurzer Zeit tut, umso besser. Und das in allen Lebensbereichen: Egal ob in der Schule, der Freizeit, der Familie oder in Beziehungen. Du kannst dir sicher vorstellen, dass viele mit einem derartigen Zeitstress Mühe bekommen. Darum ist Langsamkeit manchmal mehr wert. Es ist wichtig, sich Zeit zu nehmen. Gefährlich wird es dann, wenn Jugendliche mit Drogen versuchen, sich aus dem Stress auszuklinken, ihre Gefühle zu regulieren oder ihre Leistung zu steigern.

 
Patronat
bwlv
Autor/-in
Stephanie Stalter
Revisor/-in
Therapieladen e.V. / Institut für Rechtsmedizin Freiburg / EMCDDA EU / Zentralinstitut für seelische Gesundheit
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