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Verbreitung

Die meisten Jugendlichen konsumieren nicht oder nur wenig Cannabis. Regelmäßig und häufig kiffen wenige.

 

 

 

Jugendliche

Im Jahr 2012 hat jeder dreizehnte Jugendliche (7,8 %) in Deutschland in seinem Leben schon einmal Cannabis probiert bzw. konsumiert. Im Jahr 2011 war es jeder fünfzehnte Jugendliche (6,7 %). 5,6 % der Jugendlichen konsumierte im Jahr 2012 mindestens ein Mal Cannabis.

Die meisten, die kiffen, tun dies nur gelegentlich. Einige aber kiffen sehr oft. Andere gar jeden Tag. Im Jahr 2012 konsumierten 1,3 % der Jugendlichen regelmäßig Cannabis, d. h. sie haben in den letzten zwölf Monaten häufiger als zehnmal Cannabis genommen (männlich: 1,8 %; weiblich: 0,8 %).

Weibliche Jugendliche probieren Cannabis in ihrem Leben weniger oft aus (männlich: 9,2 %; weiblich: 6,3 %). Dafür kann es viele Gründe geben. Vielleicht sind Frauen vorsichtiger und betrachten illegale Drogen generell skeptischer. Auch bei denjenigen Jugendlichen, die regelmäßig kiffen, verhalten sich die männlichen Jugendlichen risikobreiter.

Verlauf 1993 bis 2012 Im Zeitraum von 1993 bis 2012 stieg die Verbreitung des Cannabiskonsums bei Jugendlichen zunächst bis 2004 stark an, dann fiel sie bis 2011 ab und steigt seitdem wieder leicht an.

Junge Männer und junge Frauen

Die Verbreitung des Cannabiskonsums ist bei jungen Erwachsenen am höchsten. Im Jahr 2012 hat etwa ein Drittel der deutschen, jungen Erwachsenen (34,8 %) Cannabis irgendwann im Leben zumindest einmal konsumiert (männlich: 41,4 %; weiblich: 28,0 %). 15,8 % der jungen Erwachsenen konsumierte im Jahr 2012 mindestens ein Mal Cannabis, 2011 waren es noch 13,5 %. Im Jahr 2012 konsumierten 3,9 % der jungen Erwachsenen regelmäßig Cannabis (männlich: 5,6 %; weiblich: 2,1 %).

Es gibt mehr junge Männer, die häufig kiffen, als junge Frauen. Deshalb bekommen sie mehr Probleme im Zusammenhang mit Cannabis. Je niedriger der soziale Status, umso häufiger ist der Cannabiskonsum bei jungen Erwachsenen verbreitet.

Verlauf 1993 bis 2012 Im Zeitraum von 1993 bis 2012 stieg die Verbreitung des Cannabiskonsums auch bei jungen Erwachsenen zunächst bis 2004 stark an, dann fiel sie bis 2010 ab und steigt seit dem leicht an.

Erwachsene kiffen auch... aber seltener  In allen Altersgruppen konsumieren in Deutschland geschätzt ca. 600.000 Menschen Cannabis. Davon sind ca. 220.000 Menschen Cannabis abhängig.

Im Jahr 2012 konsumierten 4,9 % der Erwachsenen irgendeine illegale Droge (männlich: 6,4 %; weiblich: 3,3 %). Im selben Jahr 2012 konsumierten 4,5 % der Erwachsenen regelmäßig Cannabis (männlich: 6,0 %; weiblich: 3,0 %). Nach DSM IV hatten 0,5 % der Erwachsenen einen Cannabismissbrauch und ebenfalls 0,5 % eine Cannabisabhängigkeit (männlich 0,8 %, weiblich 0,2 %).

Je älter die Leute sind, desto seltener kiffen sie. Das Kiffen verliert mit dem Alter an Bedeutung. Vor allem junge Erwachsene kiffen.

Verbreitung in Europa und weltweitDer Cannabiskonsum blieb in den letzten Jahren in Deutschland recht stabil. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern (etwa Tschechien, Dänemark, Frankreich und Spanien) ist der Cannabiskonsum in Deutschland weniger verbreitet.

In Europa konsumieren ca. 1 % der 15- bis 64-jährigen Europäer/innen (fast) täglich Cannabis, also ca. 3 Mio. Europäer/innen.

Deutschland steht auf Platz 10 auf der EMCDDA 2014c Liste der Verbreitung des Cannabiskonsums der jungen 15- bis 34-Jährigen in Europa, jedoch auf Platz 2 bzgl. der Verbreitung des Konsums von Amphetaminen.

2,6 – 5 % der Weltbevölkerung konsumiert Cannabis, also 119.000 bis 224.000 Menschen.

 
Patronat
bwlv
Quelle/n
Cannabiskonsum Jugendlicher in Deutschland, BZgA 2012 / Jahrbuch Sucht, DHS 2015 / Pabst, A. et al. (2013): Substanzkonsum und substanzbezogene Störungen in Deutschland im Jahr 2012. In: Sucht, 59(6), 321-331. / EMCDDA Bericht der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle, 2014c / Epidemiologische Suchtsurvey im Jahr 2012 (Kraus, Piontek, 2013) / EDR 2015 / BW Landestagung Cannabis 2015
Autor/-in
Stephanie Stalter
Revisor/-in
Therapieladen e.V. / Institut für Rechtsmedizin Freiburg / EMCDDA EU / Zentralinstitut für seelische Gesundheit
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