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Direkte Wirkungen

Welches sind die Wirkungen und Nebenwirkungen von Cannabis? Die Rauschwirkung von Cannabis ist sehr komplex und verbindet stimulierende, entspannende und halluzinogene Wirkungen.

 

Akute, positive erlebte Wirkungen

  • Blutdruck verändert sich
  • Appetitanregung
  • Muskelentspannung
  • veränderte, intensivere Sinneswahrnehmung
  • Glücksgefühl, Hochstimmung

Ist jemand momentan nur etwas unzufrieden, kann das Kiffen euphorisierend wirken und die miese Stimmung anheben. Wie bei anderen Drogen kann zwar die Laune kurzfristig besser werden, die Grundstimmung aber bleibt bestehen.

Akute, (eher) unerwünschte Wirkungen

  • gerötete Augenbindehaut und vergrößerte Pupillen - Weil die vergrößerten Pupillen mehr Licht aufnehmen, scheint das Licht intensiver als normalerweise üblich. Viele Kiffende sind darum ein wenig «lichtscheu».
  • trockener Mund und Kehle
  • Übelkeit
  • Während des Kiffens und danach steigt die Herzfrequenz an.
  • geringere Aufmerksamkeit
  • mangelnde Konzentration
  • verzögerte Reflexe, gestörte motorische Koordination und Reaktion
  • mühsame, anstrengende Bewegungen
  • verstärkte negative Gefühle
  • Panikattacken
  • psychotische Symptome
  • Bei der Einnahme einer hohen Dosis THC kann es zu Schwindelanfällen kommen.
  • Zu hohe Dosen können manchmal auch Ängste, Panikzustände oder Halluzinationen hervorrufen.

Diese Wirkungen müssen nicht alle zusammen oder gleich stark auftreten. Je nach Dosis (Anteil der wirkenden Inhaltsstoffe und Konsummenge), Konsumfrequenz, Konsumart, individueller Person, momentaner Verfassung und Situation sind die Wirkungen unterschiedlich stark und intensiv.

Es ist nicht leicht festzustellen, ob jemand wirklich bekifft ist oder nicht. Den hier aufgezählten Anzeichen können auch andere Ursachen zugrunde liegen.

Cannabis erzeugt nicht automatisch gute Gefühle! Insbesondere wenn jemand schwerwiegende Probleme oder viel Stress hat und sehr unzufrieden ist, kann der Rausch auch die schlechten Gefühle verstärken.

Mit dem Ende des Cannabisrausches, das nach dem Rauchen in der Regel nach wenigen Stunden eintritt, verschwinden diese Symptome in der Regel wieder.

 
Patronat
bwlv
Quelle/n
Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH (2015): Informationsblatt Cannabis / F. Grothenhermen (2004): Cannabis und Cannabinoide – Pharmakologie, Toxikologie und therapeutisches Potenzial. Verlag Hans Huber / BW Landestagung Cannabis 2015 / DHS Info Cannabis
Autor/-in
Stephanie Stalter
Revisor/-in
Therapieladen e.V. / EMCDDA EU / Institut für Rechtsmedizin Freiburg / Zentralinstitut für seelische Gesundheit
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