Angststörungen kommen bei Jugendlichen häufiger vor als du vielleicht denkst. Wie häufig treten sie auf und woher kommen sie? Welche Konsequenzen haben Angststörungen?
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass ca. 10% der Jugendlichen betroffen sind. In einer Klasse mit 30 Schülern, würden also ca. 3 unter Angststörungen leiden. Ob jemand Ängste hat, kann man von außen häufig nicht sehen. Viele Betroffene leiden deshalb, ohne dass andere davon Bescheid wissen.
Grafik 30 Schüler – 3 Personen
Das ist eine komplizierte Frage, die noch nicht ganz geklärt ist. Für jede betroffene Person gibt es unterschiedliche Gründe. Es hat aber nichts damit zu tun, dass eine Person, die eine Angststörung hat, einfach schwach oder ein Angsthase ist. Studien haben gezeigt, dass Angststörungen durch eine Kombination mehrerer Faktoren entstehen können, zum Beispiel:
Soziale Phobie (Soziale Ängste):
Betroffene haben Angst davor, im Mittelpunkt zu stehen oder bewertet zu werden (schlecht). Sie haben Angst, sich zu blamieren oder Fehler zu begehen. Beispielsweise trauen sie sich nicht, im Unterricht zu sprechen oder an Partys teilzunehmen. Die Angst kann sich mit Schwitzen, stottern oder Erröten äußern. Hier kannst du zum Thema Soziale Ängste weiterlesen:
Link Soziale Ängste
Hier richtet sich die Angst gegen bestimmte Dinge, wie Blut, Spinnen oder Höhe. In der Folge vermeiden Jugendliche Situationen, in denen ihnen diese Dinge begegnen können.
Bei einer Panikstörung erleben die Betroffenen plötzlich auftretende starke Angstanfälle. Dabei kann es zu Herzrasen, Zittern, Schwitzen oder Atemnot sowie Gedanken wie „Ich drehe durch“ oder „Ich werde sterben“ kommen. Betroffene haben oft noch lange Sorge, eine erneute Panikattacke zu bekommen und vermeiden entsprechende Situationen (z.B. Kino, Fahrstühle, Menschenmengen) kommen, damit es zu keinem weiteren Angstanfall kommt.
Agoraphobie ist die Angst, an Orten oder in Situationen zu sein, von denen eine Flucht schwierig oder peinlich sein könnte z.B. Menschenmengen, Schlange stehen, enge, geschlossene Räume, Brücken, Reisen im Bus oder Auto etc. Die Situationen werden dann vermieden oder unter Angst durchgestanden bzw. können nur in Begleitung oder mit Hilfe von Sicherheitsmerkmalen aufgesucht werden. Die Angst kann sich auch in Panikattacken zeigen.
Wenn jemand an einer generalisierten Angststörung leidet, macht er sich viele verschiedene und unbegründete Sorgen über verschiedene Dinge. Das kann die eigene Gesundheit oder die von Familienmitgliedern und Freunden sein oder, dass die Schulnoten schlechter werden. Es kann aber auch sein, dass sich diejenigen Sorgen über einen zukünftigen Krieg oder Naturkatastrophen machen, oder aber auch einfach darüber, dass sie zu spät kommen. Aufgrund der vielen Sorgen kann es sein, dass die Betroffenen nicht zur Ruhe kommen können, leicht reizbar sind, sich schlecht konzentrieren oder nicht gut einschlafen können. Betroffene versuchen sich auch durch viele Fragen rückzuversichern, dass alles in Ordnung ist.
Um die Gesundheit besorgt zu sein ist wichtig und das ist auch gut so. Der Übergang zu Gesundheitsängsten ist fließend und individuell verschieden. Gesundheitsängste sind die Angst, an einer schweren körperlichen Krankheit zu leiden, zum Beispiel Herzinfarkt, Krebserkrankungen oder Schlaganfall. Die Ängste können vorübergehend auftreten oder aber auch lang andauern. Typisch für solche Ängste sind häufige Arztbesuche sowie ständiges Rückversichern, dass alles in Ordnung ist.
Ängste können dazu führen, dass die betroffenen Personen sich zurückziehen und angstauslösende Dinge oder Situationen vermeiden. Das hat negative Folgen im schulischen und sozialen Bereich. Bei vielen werden die Noten schlechter, Freundschaften leiden oder es gibt Streit zu Hause. Wenn die Betroffenen unter besonders schweren Ängsten leiden, kann es sogar zu Schulvermeidung und sozialer Isolation kommen. Außerdem können dauerhafte starke Ängste dazu führen, dass im weiteren Verlauf andere psychische Probleme, z.B. Depressionen, entwickelt werden. Deshalb ist es wichtig, dass Angststörungen erkannt und angegangen werden und Betroffenen geholfen wird.
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