Risikohaltungen

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Risikohaltungen

Grundsätzlich gibt es sechs verschiedene Strategien oder Verhaltensweisen im Umgang mit Risikosituationen: 

Klicke auf die Hotspots und erfahre, welche Risikohaltung sich dahinter verbirgt. Schaue dir anschließend noch einmal die Positionierung auf der Grafik an.

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Merkmale: Du verzichtest, kontrollierst, verdrängst, setzt auf Sicherheit und Nüchternheit

Mit dieser Strategie versuchst du, mögliche Risiken auszuschließen. Eine bewusste Entscheidung gegen eine Handlung mit unbekanntem Ausgang ist in vielen Lebenssituationen sinnvoll. Die Frage ist, ob du die Haltung aus Angst heraus einnimmst, weil du dich nicht gut genug fühlst („ich kann nicht gut tanzen, deshalb tanze ich nie“), oder ob du dich aus einer stabilen Persönlichkeit heraus bewusst für diese Haltung entscheidest („ich trinke keinen Alkohol, weil ich weiß, dass es mir nicht guttut“)? Die Strategie der Risikoabstinenz kann von niemandem vollständig verwirklicht werden, denn das Leben birgt täglich neue Herausforderungen, deren Ausgang nicht völlig kontrollierbar sind.

Unser Tipp: Trau dir ab und zu was zu und gehe vielleicht auch mal ein kleines Risiko ein – hast du eine Herausforderung bewältigt, wirst du erfahrener und daran wachsen.



Merkmale: Du bist vernünftig, passt dich an, bleibst in der Norm, funktionierst, ordnest dich einer Hierarchie unter, folgst Anweisungen wie „Du sollst …“

Diese Strategie ermöglicht dir die Entwicklung eines angstfreien Umgangs mit Risikosituationen, doch zugleich bremst sie dich und hindert dich womöglich daran, neue Erfahrungen zu machen. Regeln, Gesetze und Vorgaben stellen für dich eine Orientierung dar, die dir helfen, Risiken einzuschätzen. Doch wenn du zu vernünftig bist, kann es dir auch die Freude am Leben nehmen.

Unser Tipp: Du sollst absolut keine Gesetze brechen, doch darfst du ab und zu auch etwas wagen. Immerhin lebt man nur einmal.



Merkmale: Du passt dich der Gruppe an, handelst aus Routine und Gewohnheit, denkst nicht weiter über deine eigene Einstellung oder mögliche Konsequenzen nach

Mit dieser Haltung folgst du in erster Linie den Handlungen anderer als womöglich deinem Instinkt. Du blendest Gefahren aus, verdrängst mögliche Risiken und begibst dich in Situation, ohne viel darüber nachzudenken. In einer Gruppe orientierst du dich daran, was andere machen und ziehst dann mit. Dies kann in neuen Situationen, deren Entwicklungen und Ausgang unbekannt sind, sehr riskant sein. 

Unser Tipp: Bevor du unüberlegt dem Ruf deiner Gruppe folgst und womöglich ein zu hohes Risiko eingehst, denk vorher kurz darüber nach und schätze die Situation selbst ein. Das kann dich vor Verletzungen schützen und vielleicht sogar dein Leben retten.



Merkmale: : Du findest eigene und kreative Wege, mit einer Situation umzugehen, genießt, setzt auf bewusste Rituale erschaffst dir körpereigene Rauschzustände und weißt über deine Grenzen und mögliche Risiken bestens Bescheid

Bei dieser Strategie bist du sehr konzentriert und vertieft. Du bist weder unterfordert, noch überfordert, sondern im richtigen Maße herausgefordert. Du weißt was du tust, hast den Fokus im Hier und Jetzt und weißt deine Grenzen im sicheren Rahmen auszuloten. Im Flow deiner Tätigkeit vertraust du dir selbst und hast ein klares Bewusstsein davon, was du willst und was im Möglichen ist. Im  Flow verspürst du starke Glücksgefühle und freust dich, etwas zu schaffen. Eine realistische Risikoeinschätzung, Disziplin, Kreativität und Training sind hierfür entscheidend.

Unser Tipp: Bleib dieser Strategie treu.



Merkmale: Du suchst den Kick durch Risikosituationen, stehst auf Grenzerfahrungen und Grenzüberschreitungen, brauchst die Intensität, Ekstase und jegliche Rauscherfahrungen

Bei dieser Strategie geht es um Grenzerfahrungen, die durchaus auch mit Angst (bzw. mit der Lust an der Angst) verbunden sind. Oft kennst du deine Grenzen nur zu einem gewissen Maß beziehungsweise bist du für den Kick auch bereit, deine Grenzen zu überschreiten. Das Verlangen nach einem Höhenflug siegt in den meisten Fällen über die Angst vor dem Risiko und möglichen Konsequenzen. 

Bei dieser Strategie liegt die größte Gefahr im Verlangen nach Mehr und der Entwicklung hin zur Strategie der „Groben Fahrlässigkeit“, wenn du die Grenzen weit über die Sicherheit hinweg überschreitest, weil risikofreies Verhalten oder mit geringem Risiko den Reiz für dich verloren hat. 

Unser Tipp: Es muss nicht immer eine Grenzerfahrung sein: Probier‘ mal was (harmloses) Neues, denn auch ohne Risiko kann das Erleben einer unbekannten Situation berauschend sein, wie etwa das Erklimmen eines Berges und die überwältigende Aussicht vom Gipfel aus.



Merkmale: Du verlierst die Kontrolle, betäubst dich, verdrängst, missbrauchst Substanzen wie Alkohol oder Drogen als Ersatzbefriedigung, bestrafst dich selbst. 

Diese Haltung ist sehr problematisch und extrem riskant. Du denkst nicht mehr über dein Verhalten nach und gefährdest dadurch oft auch unbeteiligte Dritte. Du siehst vielleicht keine anderen Wege mehr, um dich selbst zu spüren und mit möglichen Problemen umzugehen. Dein Lebensumfeld und die Personen, mit denen du dich umgibst, verstärken diese Haltung eventuell, da sie ähnliche Wege gehen wie du. Beim Konsum von Alkohol und Drogen kann dein Verhalten bis zur Überdosierung und Selbstvernichtung führen. 

Unser Tipp: 

Der Weg zur Selbsterkenntnis ist wichtig. Such dir bitte Hilfe und finde gemeinsam mit Expert:innen andere Wege, um wieder zu einer risikoärmeren Strategie zu gelangen und deinen eigenen Körper auch wieder anders wahrnehmen zu lernen.

Unter der Nummer gegen Kummer 116111 kannst du dich kostenlos und anonym melden und mit jemanden reden. Dein Leben ist zu wertvoll, um es permanent durch überhöhtes Risikoverhalten zu gefährden. 

Welcher Risikotyp bist du?

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Risiko-Test: Welcher Risikotyp bist du?

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Quelle/n
Autor/-in
Michael Guzei

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