Sage auch mal Nein

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Die Gruppe - 'Ich werde angegriffen!'

Was andere Menschen tun, hat einen Einfluss auf unser Verhalten. Das kann soweit führen, dass wenn jemand angegriffen wird, deswegen keine Hilfe bekommt.

Das liegt daran, dass wir uns an anderen Menschen orientieren, vor allem wenn wir uns unsicher fühlen und nicht genau wissen, was wir machen müssen.

Wenn du dich in einer unbekannten oder unvertrauten Situation befindest, stell dir die Frage: Wissen deine Freunde oder die Leute mit denen du zusammen bist, was sie tun? Kennen sie sich mit der Situation aus?

  • Im negativen Fall sind die Anderen womöglich keine guten Vorbilder, um zu entscheiden, wie du handeln sollst. In diesem Fall solltest du versuchen, allein eine Entscheidung zu treffen. Achte dabei auf deine Erfahrung, deine Werte, auf die Vorteile und Risiken, die mit deiner Entscheidung verbunden sind.
  • Falls du zum Schluss kommst, dass die Anderen mit dieser Situation Erfahrung haben, macht es Sinn, dich an ihrem Verhalten zu orientieren, um zu herauszufinden, wie du handeln sollst.

Jemand wird heftig beschimpft

Martin (17) ist mit Bekannten unterwegs und sieht, wie jemand auf der Strasse eine andere Person heftig beschimpft. Martin überlegt, ob er eingreifen soll. Er ist sehr verunsichert. Er beobachtet, wie sich seine Freunde verhalten. Tun sie etwas? Nein? Dann entscheidet er sich auch, dass es besser ist, nichts zu unternehmen. 

Wenn Leute verunsichert sind, orientieren sie sich häufig an anderen Menschen, um zu entscheiden, welche Reaktion sinnvoll ist. Und wenn die anderen nicht reagieren, reagiert man auch selber nicht. Wenn du Opfer eines Angriffs bist, kann es deswegen passieren, dass dir niemand hilft. Du kannst aber die "Gruppendynamik" zu deinem Vorteil nutzen und den Spiess drehen:

Wenn du Opfer eines Angriffs bist, schreie nicht nur 'Hilfe', sondern spreche die Leute direkt an, z.B.:

'Sie da, mit dem blauen T-Shirt, helfen Sie mir bitte!'

Egal, ob du die Person kennst oder nicht – die Chancen stehen gut, dass sie dir beherzt helfen wird, weil sie sich angesprochen fühlt. Dazu kommt, dass Helfen ansteckend ist: Beginnt eine/einer damit, ziehen die Anderen sogleich mit.

Behalte diesen Tipp im Kopf! Er könnte dir eines Tages nützlich sein.

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Autor/-in
Sina Klotter