Sexualität erleben

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Orgasmus

Als Orgasmus wird der sogenannte "Höhepunkt" des sexuellen Genusses und ein intensives Gefühl der steigenden Lust bezeichnet.

Es ist schwer zu beschreiben, was alles während eines Orgasmus passiert. Im Körper kommt es kurz vor dem Orgasmus  zu einer intensiven Durchblutung der Geschlechtsorgane.

Während des Höhepunktes kommt es bei den inneren und äußeren Geschlechtsorganen zu rhythmischen Muskelbewegungen.

Währenddessen kann man die Kontrolle und das Gefühl für Raum und Zeit verlieren. Schließlich endet dieses schöne Gefühl in einer intensiven Entspannung.

Den Orgasmus erleben

Der Orgasmus ist kein OrgasMUSS. Es ist etwas, das man erleben kann, aber nicht "muss". Sexualität kann auch ohne Orgasmus als schön erlebt werden. Wichtig ist, dass du dich selber gut fühlst.

Ein Orgasmus wird von jeder Person anders erlebt und er ist jedes Mal unterschiedlich intensiv. Bei den einen wird Spannung in kurzen, krampfartigen Zuckungen abgebaut, andere beschreiben ihn als wogenartig oder sprechen von einer „inneren Durchflutung".

Die einen sind danach etwas erschöpft, andere besonders unternehmungslustig. Manche brauchen eine Pause.

Manche können auch mehrere Orgasmen hintereinander erleben.

Dazu kommt noch ganz unterschiedliches emotionales und inneres Erleben. Manche fühlen sich ganz offen, andere fühlen sich ganz warm ums Herz oder erleben ganz unterschiedliche Gefühle.

Manche machen Töne oder Stöhnen wenn sie besonders erregt sind oder einen Orgasmus erleben, andere werden sogar eher leiser. Das ist ganz unterschiedlich.

Männer, Ejakulation und Orgasmus

Die Ejakulation, der Samenerguss oder das „Spritzen“ bezeichnet das Herausspritzen oder -fließen des Spermas aus dem Penis. Der Orgasmus ist das Gefühl des Höhepunkts, das den ganzen Körper überfluten kann.

Bei den meisten Männern laufen Ejakulation und Orgasmus parallel ab. Manchmal jedoch können sie auch zeitlich versetzt oder sogar einzeln eintreten – also Orgasmus ohne Ejakulation oder Ejakulation ohne Orgasmus.

Die Spermien werden in den Hoden gebildet und in den Nebenhoden gespeichert. Gemeinsam mit der Samenflüssigkeit werden sie Sperma genannt.

Einen Samenerguss kann man erst ca. ab der Pubertät haben, wenn der Körper beginnt, Spermien zu produzieren. Diese werden dann ständig erneuert und nachproduziert. Einen Orgasmus kann man auch schon vorher erleben.

Frauen, Ejakulation und Orgasmus

Bei Frauen und Mädchen werden, genau wie bei Männern und Jungs, mit der Erregung die Geschlechtsorgane besser durchblutet und sie schwellen an. Zusätzlich wird eine Flüssigkeit im Inneren der Vagina gebildet, die bei großer Erregung auch außen sichtbar oder spürbar werden kann. Sie wird „feucht“.

Der Orgasmus ist das Gefühl des Höhepunkts, das den ganzen Körper überfluten kann. Dabei kann es sein, dass etwas Flüssigkeit durch mehrere winzige Ausgänge in und um die Harnröhre gespritzt wird oder herausfließt. Das wird weibliche Ejakulation genannt.

Beim G-Punkt, eigentlich G-Zone, handelt es sich um ein nicht nachgewiesenes Schwellgewebe in der Vagina, das besonders empfindlich sein soll. Bei manchen Frauen soll ihre Stimulation sehr schnell zu einem Orgasmus führen, andere empfinden diese jedoch als wenig oder nicht erregend oder sogar unangenehm. Die Zone wird meistens im Inneren, oben zur Bauchdecke hin, ca. einen Finger tief beschrieben.

Kein Orgasmus beim Sex

Nicht immer, wenn Menschen Sex miteinander haben, oder sich selbst befriedigen, haben sie auch einen Orgasmus. 

Der Orgasmus lässt sich nicht erzwingen oder steuern. Nicht jeder Mensch ist gleich schnell oder gleich stark erregt und es kann auch beim gleichen Menschen jedes Mal anders sein.

Wichtig ist, dass man entspannt ist und sich wohl fühlt. In stressigen Zeiten kann es also gut sein, dass der Orgasmus ausbleibt.

Kommt man nicht zum Orgasmus, kann es sein, dass ein blödes Gefühl zurückbleibt. Die Erregung war groß, und sie konnte nicht wieder entspannen. Das kann unangenehm sein, muss aber nicht.

Wenn es für dich ein Problem ist, dass du keinen Orgasmus erlebst, ist das wichtigste, dass du dir keinen Stress deshalb machst. Nimm dir Zeit. Es kann helfen, darüber zu reden oder mit dir selbst zu experimentieren, was dir an Berührungen gefällt. Zeige deinem Partner/ deiner Partnerin, was dir gut tut und worauf du Lust hast.