Wie stehst du zu Risiko?
Inhalt

Computerspiele

Wie ist deine Haltung zu Computerspielen?

1) Risikovermeidung:

Das ist eine klare Haltung. Spielen ist nicht für alle Menschen erstrebenswert, weil man/frau sich dabei auf etwas einlässt, dessen Ausgang ungewiss ist (gewinnen/verlieren/Ziele erreichen oder auch nicht). Wenn du dein reales Leben gut „spielst“, versäumst du da nicht viel.

2) Risikominimierung:

Als Gelegenheitsspieler*in ist es klar, dass du eher „casual games“ spielst, die eher so nebenbei zu spielen sind. Du solltest allerdings bei Free-to-Play-Spielen darauf achten, dass nicht alle kostenfrei bleiben, damit du nicht frustriert wirst. Denn manche dieser Spiele wenden das Pay-to-Win-Prinzip an. Das bedeutet, dass du nach einiger Zeit Geld investieren musst, um im Spiel ins nächste Level oder in die nächste Welt aufzusteigen.

3) Risikoverdrängung:

Computerspielen kann eine spannende Sache sein. Die Hersteller lassen sich in den letzten Jahren allerdings immer mehr Möglichkeiten einfallen, um mit In-game-Käufen viel Geld zu verdienen. Dazu gehören Lootboxen (virtuelle Schatzkisten), wie in FiFa oder CS-GO-Skins (wie z.B. in Fortnite) und Umwechslungen in Spielgeld, mit denen du dann schnell mal die Übersicht über deine Investitionen verlieren kannst. Es zahlt sich aus, die Übersicht zu bewahren!

4) Risikogenuss / Flow:

Genau! Für das Spielen braucht es den richtigen Rahmen, wenn du Zeit hast, wenn es passt. Dann kannst du dich mit deinen Freund*innen so richtig in einen Flow spielen und nach dem genussvollen Spielrausch herrscht Zufriedenheit und nicht unmittelbar das Bedürfnis gleich weiterzuspielen. Es ist so ähnlich wie ein Brettspielnachmittag, es kommt ja auch keiner auf die Idee jeden Tag stundenlang Brettspiele zu spielen.

5) Risikokick:

Für intensive, rauschhafte Erfahrungen ist es immer gut, sich einen Rahmen zu schaffen, der die Landung in der Realität erleichtert. Es ist völlig ok, wenn du gerne spielst, du solltest allerdings nie die Balance zu anderen Aktivitäten in deinem Leben verlieren, Freund*innen treffen, körperliche Betätigung, reale Ziele verfolgen und erreichen. Wenn du diese Balance findest, sind deine intensiven Gaming-Erfahrungen gut in dein Leben integriert.

6) Risikomissbrauch:

Probleme in der realen Welt können in der virtuellen Welt von Computerspielen nur verdrängt, aber leider nicht gelöst werden. Wenn dein Computerspielkonsum dir schon den Schlaf raubt und du dadurch auch schon Schwierigkeiten in der Schule oder im Alltag bekommst und Freund*innen verlierst, weil du kaum mehr Kontakte außerhalb deiner Computerspiele hast, solltest du überlegen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen:

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Autor/-in
Michael Guzei
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