Krisen
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Traumatische Krisen

Traumatische Krisen entstehen aus einem plötzlichen Ereignis heraus, zum Beispiel eine nahe Person aus dem Umfeld stirbt oder jemand wird plötzlich krank.

Diese Krise besteht aus vier Phasen:

1. Phase: Schockphase

Das Ereignis kann nicht angemessen aufgenommen und verarbeitet werden. Es herrscht ein Zustand der Betäubung und/oder von chaotisch ungesteuerten Aktivitäten (Toben oder Rückzug). Die Realität wird ausgeblendet und im Nachhinein fehlt die Erinnerung an diese Zeit

2. Phase: Reaktionsphase

Die Konfrontation mit der Realität findet statt. Diese muss nun integriert werden. Das ist sehr schmerzhaft, weil heftige, unkontrollierte Gefühle über einen hereinbrechen. Diese Phase geht häufig mit Verdrängung des Ereignisses oder Abhängigkeitsverhalten (z. B. Alkohol, Nikotin, ...) einher. Hier können auch vergangene Traumata wiederbelebt werden und zu einem „Erstarren“ führen.

3. Phase: Bearbeitungsphase

Schrittweise werden Haltungen entwickelt, die für die aktuelle Lebensbewältigung hilfreich sind. Emotionale Ausbrüche, wie sie in der Reaktionsphase auftreten wechseln sich hier mit der Lösung des traumatischen Ereignisses ab.

4. Phase: Neuorientierung

Ein neuer Selbst- und Weltbezug kann hergestellt werden, neue Beziehungen entstehen, das Selbstwertgefühl konnte sich stabilisieren.

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