Energydrinks
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Was sind Energydrinks?

Energydrinks sind ein Trendgetränk unter Jugendlichen – doch was steckt wirklich drin? Wir zeigen, welche Inhaltsstoffe enthalten sind, was sie im Körper bewirken können und warum besonders junge Menschen vorsichtig sein sollten.

Teenager trinken Energy Drinks

Energydrinks sind kohlensäurehaltige und zuckrige Getränke. Sie enthalten neben Wasser meist viel Koffein, Zucker oder Süßstoffe und oft auch Taurin, Inosit und Glucuronolacton. Außerdem sind diesen Getränken häufig Aromen und Farbstoffe, gelegentlich auch Vitamine zugesetzt. Es werden auch Energydrinks mit natürlichen Zutaten angeboten, z.B. mit koffeinhaltigem Extrakt aus den Samen der Guaranapflanze. Guarana enthält ebenfalls Koffein.

Infos zu den einzelnen Inhaltsstoffen:

Koffein ist ein anregender Wirkstoff. Du kennst ihn auch aus Kaffee, Tee oder Cola. Es wirkt auf das Gehirn und das Nervensystem und macht kurzfristig wacher, aufmerksamer und konzentrierter. Vor allem in hohen Mengen kann Koffein zu Nebenwirkungen wie Herzrasen und Schlafprobleme führen führen. Jugendliche reagieren oft empfindlicher darauf als Erwachsene. In Energydrinks ist besonders viel Koffein enthalten, was den Körper zusätzlich belasten kann. Eine Dose Energydrink (250 ml) enthält durchschnittlich 80 mg Koffein.

Zucker ist ein schneller Energielieferant, der in vielen Lebensmitteln steckt – und in großen Mengen auch in Energydrinks. Beim Trinken gelangt Zucker schnell ins Blut und sorgt für einen kurzen Energieschub. Danach fällt der Blutzuckerspiegel aber wieder schnell ab – man wird oft müde, schlapp oder gereizt. Energydrinks enthalten oft mehr Zucker als empfohlen, was bei regelmäßigem Konsum das Risiko für Übergewicht, Karies und langfristig auch Diabetes erhöhen kann. Manche Sorten verwenden Süßstoffe statt Zucker, auch diese stehen in der Kritik und sollten nicht übermäßig konsumiert werden.

Taurin ist ein Stoff, der auch im menschlichen Körper und in der Nahrung vorkommt. In Energydrinks wird Taurin künstlich hergestellt und soll dabei helfen, dass Zellen Energie (Zucker) besser aufnehmen können, die Verdauung über die Gallenflüssigkeit unterstützen und die Signalweiterleitung im Gehirn verbessern. Das ist allerdings noch nicht sicher belegt.

Glucuronolacton ist ein Stoff, den die Leber ganz natürlich selbst herstellt. Er entsteht beim Abbau von Zucker (Glucose) im Körper. In Energydrinks wird er künstlich hinzugefügt. Die Langzeitwirkungen auf den Körper sind noch wenig erforscht, man weiß wenig über diesen Inhaltsstoff.

Isonit ähnelt Zucker (Glucose) und wird vom Körper selbst hergestellt. Er kommt auch in Früchten Körnern und Nüssen vor. In höheren Mengen soll Isonit ausgleichend auf das Nervensystem wirken. In Energydrinks ist aber nur eine sehr geringe Menge enthalten, deswegen ist es weder spürbar noch gesundheitsschädlich.

 

Diese Pflanzen aus Südamerika enthalten natürliches Koffein. Der Koffeingehalt der beiden Stoffe ist nicht immer angegeben und muss deshalb hinzugerechnet werden.

B-Vitamine sind in einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung reichlich vorhanden. Der Konsum von Energydrinks führt dazu, dass die empfohlene Tageszufuhr überschritten wird. Der Überschuss wird über den Harnweg ausgeschieden.  

Es lässt sich also festhalten: In Energydrinks sind hauptsächlich Kohlenhydrate in Form von Zucker und Koffein. Sie sind sehr energiereich und als Durstlöscher ungeeignet!
Wusstest du...?

Der Energie- und Zuckergehalt von Energydrinks entspricht mehr als dem anderer Limonadengetränke. Zwei Dosen können bis zu 20 Stück Würfelzucker enthalten. Das sind etwa 60 % des Tagesbedarfs einer erwachsenen Person! Kinder und Jugendliche sollten pro Tag nicht mehr als 25 Gramm Zucker pro Tag zu sich nehmen - mit einer Dose Energydrink (250 ml) wäre der Zuckerbedarf also für einen Tag vollständig gedeckt. Hinzu kommt, dass der hohe Zuckergehalt den bitteren Koffeingeschmack überdeckt.

Zuckergehalt Energy Drink

Hersteller von Energydrinks werben damit, dass der Konsum die Konzentration und Leistungsfähigkeit bzw. die sportliche Leistung vermeintlich steigert. Aber ist das wirklich so?

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