Trauer nach Suizid
Inhalt

Umgang mit Suizidhinterbliebenen

Hinterbliebene nach einem Suizid durchleben ihren Trauerprozess häufig länger und intensiver als Hinterbliebene einer anderen Todesursache. Da Suizid oft noch ein Tabuthema ist, müssen auch Angehörige nach einer Selbsttötung darunter leiden, indem sie von Mitmenschen noch mehr als „andere“ Hinterbliebene gemieden werden.

Dabei geht es auch den Angehörigen nach einem Suizid meistens noch einige Monate nach dem Tod so, dass sie sich mit ihrer Trauer nicht richtig im „normalen“ Alltag fühlen. Es ist schwierig nachzuvollziehen, dass andere aus ihrem Umkreis schneller als sie aus der Trauer herausgefunden haben und dann über belanglose Dinge wie das Wetter sprechen können.

Einige Punkte kann man beachten, wenn man für eine*n Suizidtrauernde*n da sein möchte:

    • Da Angehörige nach Suizid eher die Erfahrung machen, gemieden zu werden oder ihr Umfeld mit der Trauer zu belasten, ist zuhören wichtig. Dass Trauernde an den*die Verstorbene*n denken und ihre Gefühle ausleben können, hilft im Trauerprozess.

    • Wenn der Tod noch nicht lange her ist, durchleben Hinterbliebene verschiedene Zustände. Es gibt gute und schlechte Tage und das ist vollkommen ok so! Irgendwann überwiegen auch wieder guten Zeiten. Wichtig ist dabei, den*die Trauernde*n nicht zu überfordern und nur an das Schöne im Leben zu erinnern, sondern es so zu akzeptieren und einfühlsam auf die Gefühlslage einzugehen.

    • Trauernde nach Suizid stellen sich viele Fragen wie: Warum hat er*sie das getan? Warum habe ich nichts gemerkt? Worin habe ich versagt? Ratschläge oder Antworten sollen vermieden werden, vielmehr kann man den*die Hinterbliebene*n unterstützen, in dem man gut begleitet, zuhört und die Gefühle des Anderen annimmt.

    • Viele Hinterbliebene fühlen sich gut in Selbsthilfegruppen für Trauernde nach Suizid aufgehoben. Vielleicht gibt es solche auch in der Nähe: 

      AGUS - bundesweite Selbsthilfegruppen für Suizidtrauernde


Wenn die Trauer, in der schlechte Zeiten überwiegen, sehr lange anhält, gibt es Grund zur Sorge und man sollte an professionelle Hilfen verweisen:

Hilfeadressen

Wenn du selbst mit jemandem zu tun hast, der*die trauert, du dich aber überfordert oder unwohl fühlst, ist das verständlich und in Ordnung. Wichtig ist nur, dass du das klar sagst und auf dich Acht gibst. Mehr Informationen dazu findest du hier:

Hilfe für Helfende

Patronat
Quelle/n
Sonneck, G. et al. (2000). Krisenintervention und Suizidverhütung. 1. unv. Nachdruck Edition (2008). UTB facultas. Wien.
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