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Tabaksteuer

Bei jedem Kauf einer Zigarettenschachtel werden Steuern fällig. Die Tabaksteuer läuft unter der Verbrauchersteuer und wird bei Tabakwaren aller Art erhoben.

Die Europäische Union legte mit der Richtlinie vom 19. Oktober 1992 für Zigaretten eine Mindeststeuerbelastung von 57 % des Kleinverkaufspreises der Zigaretten der gängigsten Preisklasse fest. In Deutschland liegt dieser Anteil aller Steuern (56,24 % Tabaksteuer und 15,97 % Mehrwertsteuer) an Zigaretten mit 72,2 % (Jahr 2015) deutlich höher. Die Tabaksteuer auf Zigaretten alleingenommen setzt sich aus 9,82 Cent / Stück und 21,69 % des Kleinverkaufspreises zusammen (Jahr 2015).

In den durchschnittlichen 28 Cent pro Zigarette in Deutschland sind 20,52 Cent Steueranteil enthalten (Jahr 2015). In dem Verkaufspreis von rund 5,40 Euro pro Zigarettenschachtel (19 Zigaretten) in Deutschland sind 3,90 Euro Steueranteil enthalten (Jahr 2015).

Bereits seit 1949 finden in Deutschland kontinuierliche Tabaksteuererhöhungen statt. Eine weitere Preiserhöhung bei Tabakprodukten gab es mit der Anhebung der Mehrwertsteuer auf 19 % zum 1. Januar 2007.

Inwieweit Tabaksteuererhöhungen über den Kleinverkaufspreis an den Verbraucher weitergegeben werden, hängt außerdem von der Preisgestaltung der Hersteller ab.

Das Gesundheitsministerium will mit der Tabaksteuererhöhung eine Senkung des Tabakkonsums erzielen. Dass Tabaksteuererhöhungen in Verbindung mit Schutzbestimmungen für Nichtrauchende und weiteren Präventionsmaßnahmen wirken, wurde in der Vergangenheit belegt. Das Finanzministerium hat jedoch vor allem Interesse am finanziellen Nutzen der eingenommen Steuern, um somit weitere Einnahmen für den Bundeshaushalt zu erzielen.

 

Siehe auch:

Geld

Quelle/n
DKFZ - Tabakkontrolle / DZV - Zahlen und Fakten
Autor/-in
Stephanie Stalter
Revisor/-in
Ginko-Stiftung LOQ
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