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Tricks der Tabakindustrie Artikel-Übersicht

Gefälschte Untersuchungen

Die Tabakindustrie scheute keine Mühe, um die Schädlichkeit des Rauchens und Passivrauchens zu vertuschen. Wissenschaftliche Erkenntnisse wurden nicht veröffentlicht, verharmlost und sogar manipuliert.

Seit Jahren beweisen viele Forschungsarbeiten die negativen Auswirkungen des Rauchens und Passivrauchens für die Gesundheit. Dass die Tabakindustrie damit ein Problem hat, ist logisch. Je bekannter ist, dass das Rauchen schädlich ist, desto weniger Zigaretten werden verkauft. Für die Tabakproduzenten ist deswegen sehr wichtig, die Glaubwürdigkeit der Forschungsresultate anzuzweifeln. Wie macht sie das?

  • Berater/innen der Tabakindustrie schreiben Briefe an wissenschaftliche Fachzeitschriften und kritisierten die Methode der Studien.
  • «Bezahlte» Wissenschaftler/innen zweifeln die anerkannten Forschungsmethoden und -ergebnisse an.
  • Die Tabakindustrie bezahlt im geheimen Forschungsarbeiten. Die Ergebnisse dieser nach außen hin unabhängigen Forschungsarbeiten vernebeln den Stand des Wissens über das Passivrauchen.
  • Scheinbar unabhängige Fachtagungen stiften gezielt Verwirrung.

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1993 veröffentlichte die US-Umweltschutzbehörde den Bericht über die gesundheitlichen Auswirkungen des Passivrauchens. Die Forschungsergebnisse waren eindeutig: Passivrauch ist krebserregend und kann bei Erwachsenen Lungenkrebs verursachen. Darauf schätzte eine vom Tabakkonzern Philip Morris finanzierte Lobbygruppe in einem geheimen Dokument die Gewinneinbuße: Wenn aufgrund gesetzlicher Einschränkungen Raucher/innen täglich drei bis fünf Zigaretten weniger rauchen, dann vermindert sich der jährliche Gewinn um mehr als eine Milliarde US-Dollar. Das wollte die Tabakindustrie unbedingt vermeiden und hat alles Mögliche unternommen, damit die Ergebnisse der US-Umweltschutzbehörde angezweifelt werden.

 
Quelle/n
Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz
Autor/-in
Brigitte Müller
Revisor/-in
Thomas Beutler / Stephanie Stalter / Robert-Koch Institut
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