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Wie viel Alkohol ist okay?

 

 

Kein Alkohol in Kinderhand!

 

 

Kinder sollen keinen Alkohol trinken. Bereits eine kleine Menge kann gesundheitliche Folgen haben, die Entwicklung des Körpers und des Gehirns stören und Schädigungen hervorrufen. Schon eine geringe Alkoholmenge kann eine schwer wiegende Vergiftung bewirken.

12 oder 14 Jahre alt: Alkohol ist nicht gut für dich

Auch in diesem Alter kann dein Körper den Alkohol nur schwer und langsam abbauen. Dein jugendlicher Körper ist in Entwicklung und kann durch Alkohol geschädigt werden. Also: Keinen Alkohol!

15 Jahre alt: ausprobieren liegt drin

Dein Körper ist auch in diesem Alter voll in der Entwicklung. Alkohol  kann deine Entwicklung schädigen. Darum ist Alkohol nach dem Jugendschutzgesetz dann noch verboten.

Manche Jugendliche sammeln schon in diesem Alter erste Erfahrungen mit Alkohol, was auch heißt, dass viele erst später Alkohol kennenlernen. Wenn du meinst, dass du unbedingt Alkohol trinken willst, dann nur in ganz kleinen Mengen! Nach wie vor ist es am besten, wenn du keinen Alkohol trinkst.

Trink aber nicht zu viel! Probieren heißt nicht gleich das ganze Glas austrinken, sondern einen Schluck langsam und geschmacklich testen.

16 oder 17 Jahre alt: mit Alkohol umgehen lernen

Alkohol wird in unserer Gesellschaft von vielen Erwachsenen getrunken. Oft wegen Gruppendruck! Kein Wunder, dass du vielleicht das Gefühl hast, dass auch du Alkohol trinken musst. Das ist aber nicht so: Du musst gar nichts! Falls dir der Alkoholgeschmack nicht liegt und du lieber einen Apfelschorle oder Limonade trinkst, dann bist du bestimmt auf der gesunden und sicheren Seite. In einer guten Gruppe wird jedes Getränk toleriert.

Vielleicht magst du aber den Geschmack von Alkohol. Grundsätzlich ist dagegen nichts einzuwenden. Wichtig ist nicht so sehr, ob du Alkohol trinkst, sondern viel mehr, wie viel und wann. Es dauert mehr als 30 min bis du die Alkoholwirkung im vollen Ausmaß spüren kannst. 

Dein Körper ist immer noch in Entwicklung. Das bedeutet, dass du vorsichtig mit Alkohol umgehen musst, denn zu viel davon kann deine Entwicklung schädigen. Ab und zu einmal ein Bier oder ein Glas Wein ist bestimmt nicht schädlich. Als Faustregel kannst du dir Folgendes merken: pro Woche nicht mehr als zwei Mal jeweils ein Bier (3 dl) oder ein Glas Wein (1 dl) trinken.

Vorbildfunktion: Wichtig ist auch Deine Position zu Alkohol anderen und Freunden gegenüber, die Alkohol trinken und vielleicht Deine Hilfe brauchen. Scheu Dich nicht davor den Notarzt anzurufen auch gerade dann nicht, wenn Du Dir nicht sicher bist, was Du tun sollst. Es gibt kein richtig und falsch. Trink nicht nur um „cool“ vor Deinen Freunden zu sein.

 

Es gibt aber Situationen, in denen du ganz auf Alkohol verzichten solltest.

Die Herausforderung von Alkohol liegt gerade in der Jugendzeit darin, dass du den Alkoholkonsum in den Griff bekommst – und nicht umgekehrt. Der Alkohol hat dich zum Beispiel dann im Griff, wenn du nur noch mit ihm eine coole Party feiern kannst.

Die Faustregel für gesunde Erwachsene

Nur weil die körperliche Entwicklung bei Erwachsenen abgeschlossen ist, heißt das noch lange nicht, dass sie ungeniert viel Alkohol trinken dürfen. Zu viel ist schädlich für die Gesundheit und kann schwer wiegende Folgen haben.

Wie viel Alkohol ist ungefährlich? Als Faustregel gilt, dass ein gesunder erwachsener Mann täglich zwei Standardgläser Alkohol trinken kann. Unter einem Standardglas versteht man diejenige Menge Alkohol, die in Restaurants normalerweise ausgeschenkt wird: ein Glas Bier, ein Glas Wein oder einen Schnaps. Im geselligen Rahmen darf auch einmal etwas mehr getrunken werden. Es sollten jedoch nicht mehr als vier Standardgläser sein und dies nicht öfter als zweimal im Monat.

Und was gilt für erwachsene Frauen? Frauen reagieren empfindlicher auf Alkohol als Männer und müssen entsprechend vorsichtiger sein. Gesunde erwachsene Frauen sollten nicht mehr als ein Standardglas pro Tag trinken.

 
Patronat
bwlv
Autor/-in
Stephanie Stalter
Revisor/-in
Niedersächsische Landesstelle für Suchtfragen / Villa Schöpflin / Hessische Landesstelle für Suchtfragen
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