Sexuelle Identität und Orientierung

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Was ist das Coming-out?

Der Begriff Coming-out stammt aus dem Englischen und bedeutet „herauskommen". Damit wird der Schritt bezeichnet, durch den eine lesbische oder bisexuelle Frau, ein schwuler oder bisexueller Mann oder ein Transmensch erst vor sich selber und danach auch seiner Umwelt gegenüber zu seiner sexuellen Orientierung oder seiner gefühlten geschlechtlichen Identität steht.

Ein Coming-out zu haben bedeutet, einen Prozess zu bewältigen, der für einige viele Jahre und für andere eine sehr kurze Zeit dauern kann.

Der Weg verläuft von der Vorahnung zum Wissen über das eigene lesbisch-, schwul- oder trans*-Sein, bis zu dem Zeitpunkt, an dem man sich selber so annehmen kann.

Sobald man sich selber akzeptiert hat, wird auch das eigene Umfeld, die Familie, Freunde/Freundinnen, Kollegen/Kolleginnen in der Schule oder am Arbeitsplatz auf einmal oder in mehreren Schritten informiert.

Das Ziel dabei ist, selbstverständlich als schwuler Mann, als lesbische Frau oder als Transmensch akzeptiert zu werden und zu leben.

Ist der Coming-out-Prozess einmal vollzogen, fühlen sich viele erleichtert. Viele Lesben, Schwule und Transmenschen erleben, dass sich die ursprünglichen Befürchtungen nicht oder nur teilweise bestätigt haben. Durch ein Coming-out werden Familienbeziehungen und Freundschaften auf die Probe gestellt. Wer sich wegen dem Coming-out distanziert, war kein echter Freund, keine echte Freundin. Die verbleibenden Freundschaften erfahren durch ein Coming-out oft eine neue Tiefe und Verbundenheit.

Auf der Plattform www.eswirdbesser.ch finden sich viele ermutigende Geschichten von Menschen, die ein Coming-out gewagt haben und diesen Schritt nicht bereuen.

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